„Mobbing – Sensibilisierung durch eigenes Erfahren“ war Projektthema am Hönne-Berufskolleg

Die Schülerinnen und Schüler des Hönne-Berufskollegs in Menden haben sich in der vergangenen Woche durch die typischen Phasen des Mobbings führen lassen.

Unter dem Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ konnten die Schülerinnen/Schüler und Lehrerinnen/Lehrer mit Hilfe eines 4D-Kinos, welches fünf Klassen aus unterschiedlichen Bildungsgängen über mehr als ein halbes Jahr vorbereitet hatten, erleben, was es bedeutet, ein Mobbing- „Opfer“ zu sein. Das Besondere an dieser Aktion war, dass die Schüler sich nicht nur theoretisch, sondern auch „körperlich“ in die Rolle des Gemobbten hineinfühlen konnten. So mussten sie z.B. sich durch Dunkelheit, Enge, einen Kriechtunnel und schwarze Schatten bewegen. Durch Nebel, selbstgestaltete Figuren, Informationsplakate und Infomaterial konnten alle Beteiligten der Schule am eigenen Körper das Gefühl des Mobbings erfahren. Durch diese Erfahrung  wurde sowohl den Schülern als auch den Lehrern eine differenzierte Aufarbeitung des Themas im Unterricht ermöglicht. Ziel war es, alle für das Thema zu sensibilisieren, Mobbing zu unterbinden und Menschen, wenn sie bereits Opfer werden mussten, dabei zu unterstützen, aus der Spirale des Selbstzweifels herauszukommen. Selbstzweifel bis hin zum Selbstmord sind Folgen, die den Beteiligten vor der Projektwoche oft nicht deutlich waren. Auch dass die Folgen des Mobbings strafrechtlich relevant sind und verfolgt werden können, war für die Jugendlichen ein neues Thema. Durch die Feedback-App „Edkimo“ wurde deutlich, dass die Themenwoche eine voller Erfolg war. Auch in Zukunft werden weitere Projekte in diesem Zusammenhang organisiert und umgesetzt. Die Schulleiterin Helga Bendick äußerte sich sehr zufrieden mit dem Projekt: „Ich bin sehr dankbar, dass sich die Schülerinnen und Schüler und die Kolleginnen und Kollegen im Rahmen von ‚Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage‘ mit dem Thema Mobbing so vielfältig und sehr berührend auseinander gesetzt haben. Zu oft wird das, was Mobbing bedeutet, ausgeblendet. Deshalb ist es umso wichtiger, es auch für Nicht- Betroffene erlebbar zu machen, damit wir darüber ins Gespräch kommen.“  



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